Frauen & Business – Fünf Thesen für erfolgreiche Unternehmerinnen

Von Tamara Obielum, Head of Marketing & Telesales, CCV Switzerland

  1. Seien Sie ein “Techie”.
  2. Finden Sie Ihre Marktlücke.
  3. Werden Sie Sales-Profi.
  4. Denken und handeln Sie global.
  5. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser. 

Eine vor Kurzem veröffentlichte Studie zu den Auswirkungen der COVID-19-Pandemie auf Kleine und Mittlere Unternehmen (KMU) in der Schweiz und Europa hat ergeben, dass von Frauen geführte KMU um 7 Prozent eher von einer finanziellen Schieflage bedroht sind, als ihre männlichen Pendants.

Ein grösserer Anteil an weiblichen Unternehmensführerinnen, die an der Umfrage teilnahm, stand einem Mikro-Unternehmen vor (37% der „weiblichen“ KMU operierte ohne Angestellte vor COVID gg. 23% der „männlichen“ KMU), und war von einer Schliessung betroffen (30% i. Vgl. zu 25% bei Firmen mit einem oder mehreren Angestellten). Hinzu kommt, dass rein von Damen geführte Unternehmen gerade in jenen Branchen angesiedelt waren, die am stärksten von der COVID-19 Wellen betroffen sind. Beispielsweise waren 26% der weiblichen Firmen in den Bereichen Wellness, Hairstyling sowie Sport und Fitness angesiedelt, aber nur 10 Prozent der Männerfirmen, die mehrheitlich im professionellen Dienstleistungsgewerbe tätig waren.

Russland berichtete die grösste “Gender-Lücke“ (26%) innerhalb der befragten Länder, wobei 37% der von Frauen geleiteten Firmen schliessen mussten, aber nur 11 Prozent ihrer männlichen Pendants, gefolgt von Südafrika (24 Prozentpunkte Abstand), Malaysia (16%) und Kanada (15%). Nur Rumänien, Indonesien, Italien und Ungarn verzeichneten höhere Schliessraten im Hinblick auf „female Entrepreneurs“.

Die Ergebnisse der Studie geben Anlass zur Sorge. Sie führen zu der entscheidenden Frage: was können Frauen verbessern, wenn sie Ihre eigenes Startup oder etabliertes Unternehmen durch die Krise steuern wollen?

Wir wollen 5 Thesen für erfolgreiches Unternehmerinnentum formulieren:

1. Seien Sie ein Techie!

Egal ob Sie Ihre eigene Firma für Innenarchitektur, eine Mode- und Stilberatung oder einen Styling-Salon betreiben – jeder muss heute die Klaviatur der digitalen Applikation und Medien beherrschen. Es reicht längst nicht mehr, einfach nur Bilder auf Instagram zu posten. Dies ist zwar ein Marketing-Instrument, aber Sie sollten Ihr Wissen und Ihre Skills permanent an digitale Veränderungen anpassen. Gerade dann, wenn es um e-Marketing, digitales Lernen oder um mobile Bezahlsysteme geht. COVID hat einmal mehr gezeigt, dass jene Firmen, die sich digital angepasst haben, sich besser durch die Krise steuern liessen. Vergessen sollten wir auch nicht, dass es eine Frau war, nämlich Gräfin Ada Lovelace, die als erster Mensch die Grundzüge der Maschinenprogrammierung entwickelte.

2. Finden Sie Ihre Marktlücke!

Viele Startups scheitern, weil sie versuchen, bestehende Marktteilnehmer zu kopieren. Aber globale Marken wie Apple oder Microsoft sind nicht Giganten geworden, weil sie den das Drehbuch ihrer Nachbarn abgeschrieben haben. Steve Job wollte mit Apple einen Computer entwickeln, „der nicht grösser als ein Notizbuch ist“. Heraus kam der Macintosh, der weltweit Massstäbe für Heim-PCs setzte und später auf das iPhone schrumpfte. Bill Gates entwickelte Programme, weil er davon überzeugte, dass nicht nur Unternehmen, sondern auch private Haushalte einmal Computer besitzen und nutzen werden.

3. Werden Sie Verkaufsprofi!

Es wird oft gesagt, dass Frauen in puncto Kommunikation ihren männlichen Kollegen überlegen seien. Dann sollten Sie diese Skills zu Ihrem Vorteil nutzen, um Ihre Produkte und Dienstleistungen optimal zu vermarkten. E-Commerce als Vertriebskanal ist ein mächtiges Vehikel, um die Welt zu beliefern, von Amerika bis Zimbabwe. Falls Verkaufen nicht Ihr Mantra ist: Stellen Sie jemanden mit Sales-Talent ein und führen Sie Ihr Team mit Energie und Passion.

4. Denken und handeln Sie global.

Falls Sie einen Laden “um die Ecke” betreiben, mag eine globale Vision deplatziert tönen. Aber wir sollten bei allem nicht vergessen, dass Détail-Händler heutzutage handgemachte Seife oder Designer-Mode dank E-Commerce-Giganten wie Alibaba und Co. um die halbe Welt verschiffen. Und auch wenn der Tourismus momentan noch wegen COVID im Winterschlaf weilt – seien Sie bereit für das Comeback der Besucher aus Asien und aus dem Morgenland, sobald die Pandemie vorüber ist.

5. Vertrauen ist gut, Kontrolle besser.

Die Technologie wie kontaktlose Bezahl-Terminals oder Cloud Computing erlaubt es uns, über Bezahlströme genau Buch zu führen, selbst wenn wir Pakete oder Container an Kunden in Neuseeland verschicken. Trotzdem: drum prüfe, wer sich ewig an sein eigenes Geschäft bindet – überlassen Sie nichts König Zufall oder Wahrsagern. Behalten Sie alle Geschäftsabläufe im Auge. ***

          

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