Reduzierung von Risiken bei Betriebsunterbrechungen durch Business Continuity Management (BCM)

10. Juni 2020 Wirtschaft, Allgemein, News

Business Continuity Management (BCM) ISO 22301 - Eine kurze Einführung

Bei der ISO 22301 handelt es sich um den weltweit ersten internationalen Standard für Business Continuity Management (BCM), um Organisationen zu helfen, die Risiken von Betriebsunterbrechungen jeglichen Ursprungs zu reduzieren.

 Der ISO-Standard 22301 spezifiziert die Anforderungen, um ein dokumentiertes Kontinuitätsmanagementsystem zu planen, einzurichten, realisieren, betreiben, überwachen, überprüfen, unterhalten und kontinuierlich zu verbessern, um sich auf Betriebsunterbrechungen präventiv vorzubereiten, auf diese zu reagieren oder um sich als Unternehmen von Betriebsunterbrechungen zu erholen.

 Die in ISO 22301 spezifizierten Anforderungen sind – analog auch zur ISO 31000 – allgemein gehalten, denn sie sollen auf Organisationen (oder Teilen davon) jeglicher Art, ohne Rücksicht auf die Größe oder Branche anwendbar sein. Der Umfang der Anwendbarkeit der definierten Anforderungen hängt von den Betriebsumgebung und der Komplexität der Organisation ab.

Die ISO 22301 ist anwendbar auf alle Organisationen, die:

  • ein BCM einrichten, implementieren, unterhalten und verbessern möchten
  • Konformität mit der Business-Continuity-Strategie der Organisation sicherstellen möchten
  • Konformität gegenüber Dritten, bspw. Zulieferern, belegen möchten

In dieser Unternehmenspräsentation vom TÜV Rheinland finden Sie weitere Infos zur Business Continuity Management (BCM) – ISO 22301 Zertifizierung: 

BAFA – Förderung für Unternehmensberatung

Momentan stellt die BAFA eine Förderung  für Unternehmensberatung zur Verfügung, für Unternehmen, welche von Corona betroffen sind.

Link zur BAFA Webseite

Diese könnte wie folgt eingesetzt werden:

  • Ausbildung eines ISO 22301-Beauftragtem im einzelnen Unternehmen durch die TÜV Rheinland Academy.
  • Einführung der Prozesse nach ISO 22301 im Unternehmen durch einen Consultant oder den Beauftragten.
  • Abschließend wiederkehrende Zertifizierung des Unternehmens, als Nachweis für ein funktionierendes Managementsystems.

Wenn die Politik sich hier noch weiter einbringt, kann sie so Unternehmen helfen sich selbst zu helfen.

Dieses System ist bestens geeignet, um in einen Ausstieg aus der Krise zu unterstützen und zukünftig den Unternehmen die richtigen Bordmittel an die Hand zu geben, um weitere Krisen zu bewältigen. Nicht nur Unternehmen auch Städte, Kommunen und Länder können von einem solchem System profitieren. Das Besondere, dieser Standard ist ein weltweit genormter Standard, durch ISO und kann somit auf sämtliche Länder und Lieferketten ausgeweitet werden.

Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung: Ein möglicher Weg aus der Krise?

10. Juni 2020 Wirtschaft, Allgemein, News

Wie kann der Fortbestand meines Unternehmens dauerhaft gesichert werden?

Coronavirus – Gesundheitsgefahr für die Wirtschaft

Deutschland steckt in einer tiefen Krise. Die Ausbreitung des Corona-Virus stellt unser Wirtschaftssystem vor Herausforderungen, die es in dieser Form wahrscheinlich noch nie gab. Unternehmer aller Branchen sehen die aktuelle Entwicklung mit großer Sorge und fragen sich, ob ihr Unternehmen in der sich ankündigenden Rezession überleben kann.

Staatliche Hilfsmaßnahmen helfen nicht jedem Unternehmen

Der Staat hat schnell reagiert und eine Vielzahl von Hilfsmaßnahmen auf den Weg gebracht. Diese Hilfsmaßnahmen, so richtig und wichtig sie auch sind, werden die Überlebensfähigkeit in den meisten Fällen jedoch nicht nachhaltig sichern. Die staatlichen Zuschüsse kompensieren vielfach nicht die tatsächlich entstandenen Schäden. Die Hilfskredite führen langfristig zu einer Abhängigkeit von Fremdkapital und zu einer gesteigerten Schuldenlast, welche die Liquiditätslage und die Eigenkapitalrentabilität über Jahre belasten. Zudem helfen die staatlichen Hilfen nicht, wenn zukünftig Geschäftsfelder wegbrechen und Umsätze ausbleiben.

Insolvenzverfahren als Sanierungsinstrument eines Unternehmens

Auch wenn es auf den ersten Blick abwegig erscheint, empfiehlt es sich, die Sanierungsinstrumente der Insolvenzordnung zu prüfen, insbesondere die Sanierungsinstrumente eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung, dessen Ziel die Unternehmenssanierung ist. Diese Sanierungsmittel sind beträchtlich und erleichtern eine Restrukturierung enorm. So kann mit Hilfe einer Eigenverwaltung beispielsweise die Schuldenlast spürbar reduziert werden. Binnen kürzester Zeit ist ein Schuldenschnitt („haircut“) möglich. Auch besteht die Möglichkeit, sich kurzfristig von unwirtschaftlichen und anderweitig nicht bzw. schwer kündbaren Dauerschuldverhältnissen (Miet-, Pacht-, Leasing- oder Finanzierungsverträge) zu trennen. Dies ist in der Sanierungspraxis eine bedeutende Stellschraube zur effektiven Umsetzung operativer Neuausrichtungen, welche aus der Krise führen können. Ferner steht im eigenverwalteten Insolvenzverfahren das Insolvenzgeld uneingeschränkt zur Verfügung. Hierdurch erhalten einerseits die Arbeitnehmer von der Bundesagentur für Arbeit ihr volles Nettoentgelt und nicht lediglich das der Höhe nach begrenzte Kurzarbeitergeld (KUG). Andererseits kann so zusätzliche Liquidität für den Sanierungsprozess geschaffen werden, weil dafür maximal
3 Monate keine Lohnkosten anfallen. Letztlich ist beispielhaft zu erwähnen, dass unter Insolvenzschutz Personalanpassungsmaßnahmen, so sie denn für die Krisenbewältigung unumgänglich werden, unter erleichterten Bedingungen möglich sind. So gilt insbesondere eine
3-monatige Höchstkündigungsfrist für arbeitgeberseitige Kündigungen. Bei sozialplanpflichtigen Personalanpassungsmaßnahmen ist zudem das Sozialplanvolumen auf zweieinhalb Monatsgehälter der von der Entlassung betroffenen Arbeitnehmer gedeckelt.

Insolvenz in Eigenverwaltung - ein entscheidender Vorteil

Der für den Unternehmer entscheidende Vorteil des Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung ist jedoch, dass er Herr des Restrukturierungsprozesses bleibt. Er behält die Kontrolle und entscheidet, welche Sanierungsmaßnahmen umgesetzt werden. Es gibt keinen Insolvenzverwalter, der seine Sicht der Dinge aufzwingt. Bestellt wird stattdessen ein Sachwalter, welcher jedoch eine deutlich schwächere Rechtsposition hat. Der Sachwalter ist lediglich verlängertes Kontrollorgan des Insolvenzgerichts. Seine Befugnis erstreckt sich im Wesentlichen auf die Prüfung, ob die Eigenverwaltung zu Nachteilen für die Gläubigergemeinschaft führt. Dadurch, dass es keinen Insolvenzverwalter gibt, bleiben insbesondere auch die Netzwerke des Unternehmers und Kommunikationsstrukturen zu den Kunden und Geschäftspartnern uneingeschränkt für den Sanierungsprozess erhalten. Auch dies ist ein entscheidender Vorteil, da ein Sanierungsprozess regelmäßig nur im engen Dialog mit diesen Beteiligten erfolgreich umgesetzt werden kann.

Unkonventionelle Lösungen in Krisensituationen

Auch wenn es verständlicherweise Berührungsängste mit einer Sanierung unter Insolvenzschutz gibt, kann jedem Unternehmer nur ans Herz gelegt werden, diese Option ernsthaft zu prüfen. Grund ist, dass sie weitreichende und effektive Sanierungsinstrumente zur Verfügung stellt, ohne dass ein Kontrollverlust zu fürchten ist. Denkverbote sind gerade in einer akuten Krisensituation nicht förderlich. Schließlich sind es oftmals unkonventionelle Lösungen, die es ermöglichen, gestärkt aus einer Krise hervorzugehen und sich nachhaltig gegen Mitbewerber durchzusetzen.

Marko Harraß

Der Autor ist Rechtsanwalt und zugleich Fachanwalt für Insolvenzrecht sowie für Arbeitsrecht. Er ist schwerpunktmäßig als Sanierungsberater und Insolvenzverwalter tätig.

Bewerbungsstart für den Deep Tech Award 2020 mit neuem Social Tech Star

28. Mai 2020 News, Berlin
Bild mit Preisträgern des Deeptechawards 2017

Bewerbungsstart für den Deep Tech Award 2020 mit neuem Social Tech Star

Die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe lobt den Deep Tech Award 2020 aus. Prämiert werden anwendungsorientierte und erprobte Lösungen als auch Produkte auf Soft- und/oder Hardwarebasis, die sich durch einen hohen Innovationsgrad und ein großes Zukunftspotenzial auszeichnen.

Ab sofort können sich im Land Berlin niedergelassene Unternehmen, KMUs und Startups mit ihren innovativen Produkten und Lösungen für eine der Wettbewerbskategorien Künstliche Intelligenz, Blockchain, Digital Security, Internet of Things/Industrie 4.0 und Social Tech bewerben.

Christian Rickerts, Staatssekretär der Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe: „Wir machen Deep Tech in Berlin sichtbar. Unternehmen, die mit technischen Innovationen die großen Herausforderungen unserer Zeit angehen, sind derzeit wichtiger denn je. Wir haben daher in diesem Jahr neben KI, Blockchain, Digital Security und IoT/Industrie 4.0 die Kategorie „Social Tech“ als Wettbewerbskategorie eingeführt. Wir prämieren so erstmalig Deep-Tech-Ideen, die besondere gesellschaftliche, soziale oder nachhaltige Lösungen schaffen.“

Die Coronavirus-Pandemie ist derzeit auch großes Thema in der Deep Tech Branche. Der Versandhandel wächst, unzählige Menschen arbeiten digital. Aber Unternehmen sind auch damit konfrontiert, wie technische Lösungen gegen die Pandemie aussehen können. In einigen Ländern werden beispielsweise Roboter im Kampf gegen das Coronavirus eingesetzt: Sie desinfizieren Krankenhausflure und bringen Risikopatienten das Essen ans Bett. Dieses Beispiel zeigt, dass die Corona Pandemie die Deep Tech Welt noch länger mit neuen Produkten und Lösungen bereichern wird.

Jetzt sind unsere Berliner Unternehmen, KMUs und Startups gefragt, in Krisenzeiten Deep Tech Lösungen zu generieren. In Berlin wollen wir mit der neuen Wettbewerbskategorie „Social Tech“ diese Produkte und Lösungen mit dem „Social Tech Star“ prämieren.

Der Wettbewerb ist insgesamt mit 60.000 Euro Preisgeld dotiert. Für jede Deep Tech Kategorie wird ein „Deep Tech Star“ und für die Kategorie Social Tech ein „Social Tech Star“ mit einer Award-Urkunde und Skulptur gekürt.

Der Preis wird bereits zum fünften Mal im Rahmen der Landesinitiative Projekt Zukunft und der Kampagne Deep Tech Berlin verliehen und durch die Senatsverwaltung für Wirtschaft, Energie und Betriebe sowie den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) finanziert.

Jede Kategorie hat eine eigene hochkarätige, unabhängige ExpertInnen-Jury, die die Einreichungen nach Innovationsgrad und Marktpotenzial bewerten wird.

Bewerbungsschluss ist der 30. Juni 2020.

Bereits bestätigte JurorInnen der fünf Kategorien sind:

Kategorie „Künstliche Intelligenz“
Fabian Westerheide, Geschäftsführer Asgard Capital Verwaltung GmbH
Jack Thoms, stellv. Sprecher des DFKI
Claudia Pohlink, Head of AI/ML bei T-Labs

Kategorie “Blockchain”
Prof. Dr.-Ing. Katarina Adam, Professorin an der HTW
Christoph Haupenthal, Leiter Institute Applied Blockchain
Regine Haschka-Helmer, CEO Seedlab GmbH

Kategorie “Internet of Things”
Moritz von Plate, VP Business Development bei ABB Power Grids
Harald Zapp, Gründer und CEO der Next Big Thing AG
Prof. Dr. Olga Willner, Professorin an der HTW

Kategorie „Digital Security“
Prof. Timo Kob, Gründer und Vorstandsmitglied HiSolutions AG
Thomas Schröter, Vorstandsvorsitzender SIBB e.V.
Birgit Hess, Security Awareness & Enablement Lead Europe bei SAP Global Security

Kategorie “Social Tech”
Peter Udo Diehl, Gründer Audatic

Alle Informationen zur Jury, den Teilnahmebedingungen sowie den Gewinnern der vergangenen Deep Tech Awards finden Sie unter www.deeptechaward.berlin.de

WIPANO Patentförderung für Unternehmen

Das Technologieförderprogramm WIPANO wird ausgebaut und bis Ende 2023 verlängert.

WIPANO bedeutet:  „Wissens- und Technologietransfer mithilfe von Patenten und Normen“.

Das BMWi fördert mit diesem Konzept die Entstehung von Erfindungen und deren Vermarktung – in dieser Weise soll die deutsche Wirtschaft gestärkt werden. Sowohl öffentliche Organisationen sowie kleine und mittlere Unternehmen können diese Förderung beantragen. Nach der Bewilligung können die Patentanmeldung und deren Vermarktung bezuschusst werden.
Für das Förderprogramm “WIPANO” können ab sofort über das elektronische Formular-System “easy-online” Anträge gestellt werden.

Wer kann vom WIPANO Programm gefördert werden?

Grundsätzlich ist das Förderprogramm in zwei verschiedenartige Bereiche geteilt.

  1. Förderung von Forschungsarbeiten im öffentlichen Bereich

(für Normierung und Standardisierung – DIN/ISO)

  • staatliche Hochschulen
  • öffentlich finanzierte Forschungseinrichtungen
  1. Unterstützung von Unternehmen und Selbständigen

(Patentanmeldung und Vermarkung)

  • mittlere und kleine Firmen (KMUs)
  • Selbstständige (Freiberufler) in naturwissenschaftlichen oder technischen Arbeitsbereichen

In welchen Fällen werden Sie als Unternehmer nicht von WIPANO gefördert?

  • Ihr Projekt wird bereits von alternativen Programmen gefördert
  • Ihr Projekt wurde bereits vor der Antragstellung realisiert oder gestartet
  • Sie sind nicht der Urheber des Patents (Auftrag über Dritte)
  • Ihr Projekt dient dazu bestehende Produkte oder Verfahren zu optimieren (keine echte Innovation)
  • Ihr Projekt ist eine Studie bzw. Untersuchung

Zusammengefasst: Diese Förderung können kleine und mittlere Unternehmen (KMU), Gewerbetreibende und Freiberufler in Anspruch nehmen, die in den letzten 3 Jahren vor der Antragstellung kein Patent oder Gebrauchsmuster angemeldet haben. Als KMU gelten nach Definition der Europäischen Kommission Unternehmen mit weniger als 250 Beschäftigten. Alle Aktivitäten in Bezug auf das zu fördernde Vorhaben müssen erst nach dem Beginn des genehmigten Förderzeitraumes stattfinden. Mit der Patent- bzw. Gebrauchsmusteranmeldung muss ein Patentanwalt beauftragt werden.

Weitere wichtige Regeln für das Förderprogramm:

  1. Anträge für die Teilnahme können Unternehmen aller Branchen stellen.
  2. Die Bearbeitungszeit beträgt ca. vier Wochen und während sich Förderzeitraum über 24 Monate erstreckt.
  3. Nach der Fertigstellung kann innerhalb der 24 Monate eine gesamte Abrechnung erfolgen, wobei 50 Prozent der förderfähigen Kosten erstattet werden.
  4. Die Schutzrechtsanmeldung und die Rechnungen müssen dem Antragsteller entsprechen.
  5. Ihre eigenen Leistungen werden nicht gefördert, es ist in jedem Fall ein qualifizierter Dienstleister zu beauftragen.
  6. Die Zuschüsse müssen nicht zurückbezahlt werden.

Nutzen Sie bitte diese Webseite des BMWi, um die Voraussetzungen für Ihr Unternehmen zu prüfen. Dort und auf der Webseite unseres Experten für Patentrecht (Patentanwalt Gerald Haschick) finden Sie weitere Infos.

„Industrie trifft Bau – 30. August 2019 in Gotha

Das Bundesforum Mittelstand e.V. lädt am 30.08.2019 zur Unternehmerveranstaltung bei Schmitz Cargobull GmbH in Gotha – Thüringen.

Gastredner sind unter anderem der Thüringer Minister für Wirtschaft,Wissenschaft und Digitale Gesellschaft Wolfgang Tiefensee und der Landesvorsitzende der CDU Thüringen Mike Mohring.

Einladungsfolder – PDF

Lausitz TV gewinnt Deutschen Regionalfernsehpreis 2019

Lausitz TV gewinnt Deutschen Regionalfernsehpreis 2019 In der Königsklasse „Bestes Nachrichtenjournal“ konnte sich LTV gegen bundesweite Konkurrenz durchsetzen. „LTV AKTUELL überzeugt durch ein professionelles Gesamtpaket“, so das Urteil der Jury auf der festlichen Gala am Wochenende in Magdeburg. Das 12-köpfige Team des Cottbuser Privatsenders war bei den Nominierten gegen Dresden Fernsehen und Rhein Main TV angetreten. Der Deutsche Regionalfernsehpreis ist Deutschlands Wettbewerb, der in verschiedenen Kategorien die besten Fernsehmacher im privaten, regionalen und lokalen Fernsehen sucht.

Deutsch-Russische Wirtschaft im Umbruch – Russland Experte Dr. Siegfried Fischer im Interview bei Sputnik News

Dr. Siegfried Fischer Interview bei Sputnik News märz19Deutsch-russische Wirtschaft fördern? „Berlin fehlt dazu die Kraft“

Der „Brexit”, Sanktionen und eine russische Wirtschaft im Umbruch: Die deutsch-russischen Wirtschaftsbeziehungen stehen vor großen Herausforderungen – wie vor großen Chancen. Unser Russland-Experte Dr. Siegfried Fischer benennt im Studio-Gespräch bei Radio Sputnik die Hintergründe, die auch in der Bundespolitik liegen. 

“Die Rahmenbedingungen für erfolgreiche Investitionen in Russland  – insbesondere für den deutschen Mittelstand,  sind nicht so aussichtsreich wie es zu wünschen wäre.”

„Der deutsch-russische Handel ist auf einem guten Niveau, aber leider immer noch weit entfernt von den Werten vor 2014. Auch wegen der Sanktionen.“

zum Interview auf Sputnik News

Nachruf für unseren langjährigen Vizepräsidenten Bernhard Steigerwald

bernhard steigerwald blauMit Bestürzung und tiefer Betroffenheit mussten wir zur Kenntnis nehmen, dass unser Senatsmitglied und Vizepräsident, Bernhard Steigerwald im Alter von 63 Jahren verstorben ist.

Mit Hochachtung und Dankbarkeit blicken wir auf sein unermüdliches Wirken für das Bundesforum Mittelstand zurück. Sein Engagement und seine Unterstützung beim Aufbau der außenwirtschaftlichen Beziehungen zu China und unseren Partnern in Wuxi bleiben unvergessen und bilden bis heute ein wichtiges Fundament für die Arbeit des Bundesforums Mittelstand.

Wir verlieren mit Bernhard Steigerwald nicht nur einen weitsichtigen Präsidenten, der sich immer für die Belange des Mittelstands und seiner Partner eingesetzt hat, sondern vor allem einen wertvollen Menschen, der sich unseres Respekts und höchster Wertschätzung immer sicher sein konnte. Unseren Gedanken und Mitgefühl gelten seiner Familie und Angehörigen.

In tiefer Dankbarkeit nehmen wir Abschied. Wir werden sein Andenken in ehrenvoller Erinnerung.

Sputnik-Interview mit Russland-Experte Dr. Fischer

Sputnik-Interview mit Russland-Experte Dr. Fischer

Russland-Experte Dr. Siegfried Fischer: “Deutsche Firmen spüren einen enormen Vertrauensverlust in Russland”

Der Russlandbeauftragte und Außenwirtschafts-Experte des Bundesforum Mittelstand in einem Video-Interview beim russischen  Nachrichten-Medium Sputnik-News.

Deutsche Firmen spüren seit den Sanktionen der USA und EU einen enormen Vertrauensverlust bei Ihren russischen Geschäftspartnern. Mehrere tausend Unternehmen seien von dem andauernden Sanktions-Karussell zwischen Russland, den USA und der EU betroffen, sagt Dr. Fischer, Russlandbeauftragter des Bundesforum für Mittelstand. In einem Video-Interview äußerte er sich beim Nachrichten-Medium Sputnik-News, die neben Russia Today die zweite große russische Nachrichten-Agentur ist.

zum Interview auf Sputnik News

Russland-Sanktionen

Die ersten Wirtschafts-Sanktionen sind wegen der Krise in der Ukraine und der Annexion der Krim eingeleitet worden, um politischen Druck auf Putin auszuüben. 2014 begannen die USA und die EU mit diesen diplomatischen Strafmaßnahmen, die im Jahr 2019 von der EU weitergeführt und von Seiten der USA sogar noch verschärft werden sollen. Ein weiterer Grund für neue US-Sanktionen gegenüber Russland, war  der Fall “Skripal”. Hierbei wurden ein ehemaliger russischer Doppelagent und dessen Tochter, bei einem Giftanschlag (März 2018) in Großbritannien fast getötet.

Speisenkalkulationsprogramm für Großküchen

Universidad ISA – Richter Computer Systemhaus GmbH


Universidad ISA – RCS Abschluss des develoPPP Projektes „Speisenkalkulationsprogramm für Großküchen“ Start 2014 – Ende 2017 In der Region Zentralamerika und Karibik gibt es kaum verwertbare Software zur effizienten Speisenkalkulation. Dies führt dazu, dass erhebliche Mengen an Lebensmitteln vernichtet werden. Im Jahr 2014 begann nach intensiver Vorarbeit der Startschuss für ein einzigartiges Projekt. Neben der aufwendigen Umstellung der Software entstand ein völlig neues Produkt. Gemeinsam mit verschiedenen Partnern der Region entstand ein Lebensmittelschlüssel nach deutschem Vorbild, jedoch mit lokalen Lebensmitteln. Entstanden ist eine Studie, welche bereits jetzt den Status eines vorbildlichen Nachschlagewerkes für die Ernährungsbranche ist.

Bild 1: 01.02.2017 Abschluss des Projektes mit den Führungskräften der ISA und der Geschäftsführung von RCS

Bild 2: 05.11.2014 Führungskräfte und Projektmitarbeiter der Universidad ISA und Vertretern von RCS starten mit einem Kick Off Workshop

13.01.2018

Axel Hübner